Dr. Klaus GABRIEL

Sozial- und Wirtschaftsethiker mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit am Finanzmarkt, diverse Lehraufträge zu Wirtschaftsethik und nachhaltigen Geldanlagen (u.a. an der Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien), Entwickler und Anbieter des Lehrgangs Geld&Ethik, Geschäftsführer von CRIC (Corporate Responsibility Interface Center) in Frankfurt am Main.

 

Berufliche Laufbahn:

  • 1985-1995: Ausbildung zum Bankkaufmann, Tätigkeit in der Finanzwirtschaft mit Schwerpunkt Vermögensanlage
  • 1995-2001: Studium der Katholischen Fachtheologie und der Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien, Schwerpunktthema Wirtschaftsethik. Diplomarbeit „Ethische Geldanlagen“ (2001)
  • 2001-2011: Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent am Institut für Sozialethik der Kath. Theol. Fakultät der Universität Wien. Arbeits- und Forschungsschwerpunkt zu den Themen Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit am Finanzmarkt, ethische und nachhaltige Geldanlagen.
  • 2007: Promotion zum Dr. theol.: „Nachhaltigkeit am Finanzmarkt: Die individual- und sozialethische Relevanz der nachhaltigen Geldanlage“
  • 2007-2010: Mitglied des Vorstandes und Vorstandsvorsitzender des Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) e.V. in Frankfurt/Main, einem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage
  • Seit 2010: Geschäftsführer des CRIC e.V.
  • Seit 2008: Lehr- und Forschungstätigkeit zu ethischen/nachhaltigen Geldanlagen, Wirtschafts- und Finanzethik an verschiedenen Hochschulen und Universitäten, u.a. an Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien und Donauuniversität Krems, Mitglied des Dozentenpool der Frankfurt School of Finance & Management
    - Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten und Mitarbeit bei Forschungsprojekten zu den Themen Wirtschaftsethik und ethisch-nachhaltige Geldanlagen
    - Vorträge und Publikationen in den Bereichen ethisch-nachhaltiger Geldanlage und Wirtschaftsethik
    - Mitglied in mehreren Expertengruppen und Fachbeiräten zum Thema nachhaltige Geldanlagen (z.B. seit April 2019 Mitglied der Ständigen Kommisson FinAnKo der Österreichischen Bischofskonferenz) sowie Prüf- und Gutachtertätigkeit
  • Seit 2013 selbstständiger Unternehmensberater. Beratungstätigkeit insbesondere für institutionelle Investoren, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen
  • 04/2017-09/2018: Gastprofessor für Wirtschafts- und Unternehmensethik im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel

 

Projekte / Referenzen

Nach 10-jähriger Tätigkeit in der Finanzwirtschaft und einer fast genauso langen Zeit als Wissenschaftler an der Universität Wien versuche ich, nun beide Sphären in meinen beruflichen Aktivtäten zu verbinden.

    • Als Unternehmensberater unterstütze ich institutionelle Investoren bei der Integration von Ethik und Nachhaltigkeit in ihre Geldanlage. Ich bin Mitglied von Anlagebeiräten und Ethikausschüssen und unterstütze bei Prozessen wie zum Beispiel der Ausschreibung von Vermögensverwaltungsmandaten.
    • Weiters berate ich Unternehmen - insbesondere Unternehmen der Finanzwirtschaft - in Bezug auf Fragestellungen und Herausforderungen zu den Themen Ethik und Nachhaltigkeit. Das geht von der Produktentwicklung über die Ausbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis hin zur Unterstützung bei strategischen Entscheidungen und organisatorischen Veränderungen.
    • An mehreren Universitäten und Bildungseirichtungen hatte und habe ich Lehrverpflichtungen zum Thema Wirtschafts- und Unternehmensethik. Aus Zeigründen kann ich dieser Aufgabe leider nur noch in eingeschränktem Maße nachkommen. Derzeit unterrichte ich u.a. an der Executive Academy der Wirtschaftsuniversität Wien. Darüber hinaus entwickle und veranstalte ich eigene Lehrgangsformate, wie den Lehrgang Geld und Ethik.
    • Als Geschäftsführer des Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) e.V. in Frankfurt am Main habe ich laufend mit den verschiedenen Entwicklungen und Herausforderungen der ethisch-nachhaltigen Geldanlage zu tun. In meiner Funktion als Geschäftsführer koordiniere ich die Aktivitäten des gemeinnützigen Vereins, vor allem in den Bereichen Bildung/Information, Engagement und Wissenschaft.
    • Ich bin in wissenschaftliche Projekte und die Erstellung von Studien eingebunden - wie etwa die im Jahr 2016 bei der Alterntiven Bank Schweiz (ABS) erschiene Studie "Gut oder Börse?", bei der es um eine ökonomische und ethische Analyse des Börsenhandelns geht.
    • Für das Umweltzeichen 49 - Nachhaltige Finanzprodukte (vergeben vom Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und dem Verein für Konsumenteninformation) bin ich seit Oktober 2015 Gutachter.
    • So es meine Zeit zulässt publiziere ich gerne zu wirtschaftsethischen Themen, halte Vorträge und moderiere Diskussionen.

 

Publikationen (Auswahl):

  • Moral und Wirtschaft: Überlegungen zur Lösung eines Konflikts, in: Christian Arnold et al. (Hg.), Herausforderungen für das Nachhaltigkeitsmanagement. Globalisierung – Digitalisierung – Geschäftsmodelltransformation, Wiesbaden 2019, 51-71.

  • Die ethisch-nachhaltige Geldanlage: Grundlagen und Herausforderungen, in: Missionszentrale der Franziskaner (Hg.), Investmentethische Grundfragen, Bonn 2018, 32-38.

  • Verantwortlich Investierende: Motive, Maßstäbe und Handlungsoptionen von Kapitalanlegern, in: Stüttgen, Manfred [Hg.], Ethik von Banken und Finanzen, TVZ-Verlag, Zürich 2017, 57-75
  • Gemeinsam mit Andreas Klein, Kevin Schaefers und Sebastian Utz: Börsenhandeln: Analyse und Beurteilung aus investmentethischer Sicht (Veröffentlichung am 30. Juni 2016 als Publikation der Alternativen Bank Schweiz (ABS): Gut oder Börse. Studie zum ethischen Börsenhandeln.
  • Keine Kohle für die Kohle – Wirkung entfalten mit Divestment, in: Nachrichten und Stellungnahmen der Katholischen Sozialakademie Österreichs 2/2016, 1-3.
  • Primat der Ethik. Die kirchliche Geldanlage vor dem Hintergrund der Cooperatio ad malum-Debatte, in: Michael Rosenberger, Walter Schaupp (Hg.), Ein Pakt mit dem Bösen? Die moraltheologische Lehre von der „Coopertio ad malum“ und ihre Bedeutung heute, Münster 2015, 201-210.
  • Ethik in der Geldanlage: Grundlagen, Kriterien und Herausforderungen, in: Martin Faust, Stefan Scholz (Hg.), Nachhaltige Geldanlagen – Produkte, Strategien und Beratungskonzepte, Frankfurt/Main, 2. Aufl. 2014, 21-40.
  • Crowdsourcing – eine Gefahr für die Anleger oder notwendige Alternative? in: Soziologie heute 2014/4, 16-18.
  • Zwischen Mythos und Ohnmacht - Die Finanzkrise als Herausforderung für die Zivilisation, in: Franz Helm, Gunter Prüller-Jagenteufel, Hans Schelkshorn (Hrsg.): Götzendämmerung? Die Zivilisationskrise und ihre Opfer. Dokumentation des 2. internationalen Workshops "Theologie der Befreiung aus europäischer Perspektive", Aachen: Wissenschaftsverlag Mainz 2013.
  • Gütesiegel für nachhaltige Publikumsfonds. Damit drin ist, was draufsteht, in: Stefan Ziermann (Hg.), Socially Responsible Investments in Banken: Markt - Bedingungen – Praxiserfahrungen, Köln 2013, 91-102.
  • Auf die Wirkung kommt es an. Ändern nachhaltige Geldanlagen die wirtschaftliche Praxis? in:Forum Nachhaltig Wirtschaften 3/2012, 14-15.
  • Wirkung entfalten. Mit nachhaltigen Geldanlagen die Wirtschaft gestalten, in: Festschrift 10 Jahre Forum Nachhaltige Geldanlagen, April 2011, 28-29.
  • Unternehmen als Finanzinvestoren: Ethikgrundsätze gefordert, in: Sonderbeilage Geld und Ethik, Börsenkurier Nr. 20 vom 19.5.2011, 25.
  • Wirtschaft für alle. Kriterien und Ziele der Wirtschaftsethik, in: Compliance Praxis 3/2011, 40-41.
  • Die Finanzkrise als Herausforderung für die Sozialethik, in: Helmut Renöckl, Stjepan Baloban (Hg.), Jetzt die Zukunft gestalten! Sozialethische Perspektiven, Wien Würzburg 2010, 112-125.
  • Mit Geldanlagen die Welt verändern? Eine Orientierungshilfe zum ethikbezogenen Investment, Studie der Sachverständigengruppe „Weltwirtschaft und Sozialethik“, Herausgegeben von der Wissenschaftlichen Arbeitsgruppe für weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz, 2010.
  • Das gute Geld. Ethisches Investment – Hintergründe und Möglichkeiten (gemeinsam mit Markus Schlagnitweit), Innsbruck 2009.
  • Gute oder böse Bank? Das Ethik- und Nachhaltigkeitsrating als Beitrag zur Beurteilung des gesellschaftlichen Nutzens von Banken, in: Dossier – Nachrichten und Stellungnahmen der Katholischen Sozialakademie Österreichs 06/2009, 30-32.
  • Das schnelle Geld. Die Spekulation als solche und ihre ethische Bewertung, in: Johannes Hoffmann, Gerhard Scherhorn (Hg.): Eine Politik für Nachhaltigkeit. Neuordnung der Kapital- und Gütermärkte, Erkelenz 2009, 220-236.
  • Das Zinsverbot in den Religionen und seine aktuelle Relevanz, in: tools 04/2008.
  • Es war einmal in Amerika … Die Geschichte des nachhaltigen Investierens, in: Politische Ökologie 112/113, München 2008, 30-33.
  • Ethik in der Geldanlage: Grundlagen, Kriterien, Herausforderungen, in: Martin Faust, Stefan Scholz (Hg.), Nachhaltige Geldanlagen – Produkte, Strategien und Beratungskonzepte, Frankfurt/Main 2008, 21-41.
  • Nachhaltigkeit am Finanzmarkt. Mit ökologisch und sozial verantwortlichen Geldanlagen die Wirtschaft gestalten, München 2007.
  • Nachhaltige Renditen? Zum Spannungsverhältnis zwischen ökonomischen Interessen und ökologischen und sozialen Kriterien in der nachhaltigen Geldanlage, in: Christian Beck, Wolfgang Fischer (Hg.), Damit alle leben können. Plädoyers für eine menschenfreundliche Ethik, Erkelenz 2007, 113-123.
  • Profit is the Name of the Game. Eine wirtschaftsethische Analyse zu den Auswirkungen von Hedgefonds, in: Ökologisches Wirtschaften 2/2007, 39-42.
  • Nachhaltigkeitsindizes. Die Bewertung von Unternehmen nach sozialen und ökologischen Kriterien und die Einschätzung des Marktes für nachhaltige Geldanlage aus der Sicht der Anbieter von Nachhaltigkeitsindizes, Frankfurt am Main 2005.
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